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06.09.04 -
Berg schlägt Podborski
Der
Höhepunkt der diesjährigen Saison fand am letzten Wochenende
in der Nähe von Cottbus statt. An der Talsperre Spremberg fand
die von Quadrathlon-online Partner Pebe-sport
organisierte Langdistanz Weltmeisterschaft statt.
Um 7:00 Uhr
wurde der Wettkampf gestartet und es ging auf den 5 km Schwimmen
auch gleich zur Sache. Auf den ersten Metern suchte jeder wie im
Sprint seine günstigste Position. Schnell bildetet sich eine 5
köpfige Spitzengruppe unter anderem mit Topfavorit Miroslav
Podborski (CZ), Glenn Kahmann (SC DHFK Leipzig) und dem Slowaken
Jozef Ivanko. Nach gut 2 km hatte Kahmann damit zukämpfen, dass
sein Neoporenanzug geöffnet wurden war. Nach dem er ihn sich
beim geplanten Landgang wieder schließen lies, wollte er es
noch einmal wissen und schwamm wieder in die Spitzengruppe und
stieg am Ende mit einem kleinen Vorsprung als erster aus dem
Wasser.
Eine starke
Schwimmleistung zeigte ebenfalls Lokalmatador Toralf Berg, der
nicht als sehr guter Schwimmer bekannte Athlet kam nur gut 3
Minuten nach der Spitze aus dem Wasser und hatte damit eine gute
Ausgangsposition für den weiteren Verlauf.
Bei
Radfahren dauerte es nicht lange bis Miroslav
Podborski die Spitze übernahm und sich von Kahmann absetzte.
Auch Thoralf Berg machte auf dem Rad mächtig Druck und fuhr
einen Athleten nach dem anderem auf, bis er nur noch Podborski
vor sich hatte. Auf letzten 20 km der 100 km langen Radstrecke
musste dann Podborski einen Einbruch seiner Leistungen, wegen
Rückenschmerzen, erleben. Podborskis Schwäche nutze Berg konsequent
aus und holte noch mal alles aus sich raus und hatte am Ende
einen Vorsprung von 2 min vor dem Kajakfahren.
Auf den 20
km der Kajakstrecke hatten viele Athleten mit Krämpfen in den
Oberschenkeln zukämpfen, da sich die bisherige Belastung
des fast flachen Radkurses, wo man immer drehten musste, sich
auswirkte. Der Ausgang des Rennes war in zwischen wieder ein
Duell zwischen Podborski und Berg geworden. Hinter den beiden
kämpfte an 3. Stelle Glenn Kahmann. Er handelte sich aber eine
5 min Zeitstrafe ein, da er eine Boje nicht korrekt umfuhr. Nach
Kahmann kämpften Jozef Ivanko (SK) und Matthias Bendler (WBF
Kanu Magdeburg) um den Anschluss.
Der Abschließende
20 km Lauf sollte noch mal alles von den Sportlern fordern. Eine
größtenteils schattige Laufstrecke erleichterte den Athleten
das Leben, bei den inzwischen heißen Temperaturen. Berg der
sich wie alle anderen quälte, holte noch mal alle Kräfte raus
und sicherte sich bei seinem Heimrennen den WM Sieg. Den Zweiten
Platz holte sich sein großer Gegner Miroslav Podborski vor
Glenn Kahmann, Jozef Ivanko und Matthias Bendler.
Die
Deutschen Quadrathleten zeigten sich auch in der
Mannschaftsleistung geschlossen, so waren mit Robert Matthai (SV
Bergisch Glatbach) und Stefan Teichert (SG Poseidon Eppelheim)
zwei weitere Athleten unter den Top Ten.
Berg war
nach dem Rennen wie Kahmann sehr zufrieden, hatte sich doch das Training
der beiden ausgezahlt. Besonders Kahmann hatte von dem zwei
Wochen gemeinsamen Trainings profitiert.
Im
Frauen Rennen ging es die ganze Zeit relativ eng zu. Nach dem
die in diesem Jahr ungeschlagene Tschechin Šárka Zimová nicht
an den Start ging, war das Rennen sehr offen. Nach dem Schwimmen
war zwar Monika Rosenmeier (TSV 1860 Gera-Zwötzen) wie gewohnt
vorne, doch nach dem Radfahren waren die ersten 3 Frauen nur gut
6 Minuten von einander getrennt. Doch Rosenmeier zeigte vor allem
beim Laufen noch mal ihre Stärke und holte sich den WM Titel.
Danke einer stärkern Kajakleistung sicherte sich Silke
Harenberg (PSV Braunschweig) den Zweiten Platz vor Undine Weihe
(Tri Team Berlin).
Im Rahmen
des gut organisierten Cottbuser Ausdauerextras fand neben der
Langdistanz WM auch ein Sprint Quadrathlon am Samstag statt,
genauso wie am Sonntag zwei Triathlonveranstaltungen.
Der
Sprintquadrathlon, der auch mit Internationaler Besetzung über
die Bühne ging, wurde von Henning Müller (WSC Heidelberg)
dominiert. Nach dem sein größter Konkurrent , der
Tscheche Lukas
Matys, wegen eines Trainingsunfalls, absagen musste, hatte der 3. der Sprint
DM keine große Mühe den
Sprint für sich zu entscheiden. Bei den Frauen konnte
sich Katrin Burow vor Katja Goering (beide Berlin) durchsetzen.
Organisator
Petko Beier zeigte sich mit dem dem Verlauf des Cottbuser
Ausdauerextras durch aus zufrieden, auch wenn er sich mehr
Zuschauer gewünscht hätte. Es bleibt zuhoffen, dass sich diese
Veranstaltung sich im Quadrathlon-Wettkampfkalender fest setzt.
Ergebnisse:
Quadrathlon
Langdistanz WM
Männer:
1.
Thoralf Berg (TSV Cottbus) 7:14:11
2. Miroslav Podborski (CZ) 7:27:05
3. Glenn Kahmann (SC DHFK Leipzig) 7:44:09
4. Jozef Ivanko (SK) 7:52:29
5. Matthias Bendler (WBF Kanu Magdeburg) 8:01:05
Frauen:
1.
Monika Rosenmeier (TSV 1860 Gera-Zwötzen) 9:25:59
2. Silke Harenberg (PSV Braunschweig) 9:38:14
3. Undine Weihe (Tri Team Berlin) 9:42:09
4. Marina Hildebrand (Lupus Team Zehdenick) 11:10:07
Quadrathlon Sprint
Männer:
1. Henning
Müller (WSC Heidelberg)1:42:57
2. Matthias
Prüfer (Berlin) 1:50:33
3. Matthias
Jakisch (SC DHFK Leipzig) 1:52:27
4. Simon
Drak (UK) 1:53:25
5. Nic
Riosa (NZL) 1:55:34
Frauen:
1. Katrin
Burow (Berlin) 2:10:44
2. Katja
Goering (Tri Team Berlin) 2:15:56
3. Kathrin
Steinbock-Eich (KVL) 2:16:10
4.
Katja Lesser (SG Einheit Spremberg) 2:32:54
Veranstalterwebseite:
www.tsv-cottbus.de
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