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12.09.04
- Podborski und Berg sind gemeinsam Quadrathlon-Weltcupsieger
Am vergangenen Samstag fand
die Quadrathlon-Weltcupserie des Jahres 2004 im kanadischen
Halifax seinen Abschluss. Das Weltmeisterschaftsrennen über die
Mitteldistanz (2,5km Schwimmen, 10km Paddeln, 50km Rad, 10km
Lauf) sollte ein spannender Wettkampf werden. „Mister
Quadrathlon“, Miroslav Podborski (Tschechien), wollte seine
Niederlage der Lang-Weltmeisterschaft in Cottbus wettmachen.
Thoralf Berg (TSV Cottbus/SSV PCK Schwedt) ging nicht weniger
motiviert an den Start. Mit dem zweiten Weltmeistertitel
innerhalb einer Woche hätte er sich auch den Gesamtweltcupsieg
sichern können.
Die erste Disziplin lief
ganz im Interesse des Deutschen. Beide Hauptkonkurrenten stiegen
zusammen auf Position zwei und drei 15 sec nach dem Tschechen
Lucas Matys aus dem Wasser. Berg: „Zusammen mit Podborski aus
dem Wasser – ich dachte, das könnte heute mein Tag werden.“
Um so mehr von Bergs verhältnismäßig
guter Schwimmleistung motiviert, gab Podborski gleich von Beginn
der zweiten Disziplin alles, um dem Deutschen auf der
Paddelstrecke keine Chance zu geben. Und diese Taktik sollte
aufgehen: Landsmann Matys im Schlepptau, paddelte Podborski
ganze 2 min schneller als sein Hauptkonkurrent.
Auch in der folgenden
Disziplin ließ Podborski keinen Zweifel an seinem Kampfeswille:
weitere 1,5 min nahm er dem Deutschen ab. Berg schob sich zwar
noch auf dem Rad am zweiten Tschechen Matys vorbei.
Aber beim abschließenden
Lauf half auch die schnellste Laufzeit nicht aus, um den Rückstand
von 3,5min auf den Führenden über die 10 km hinauszulaufen. Der
neue Weltmeister über die Quadrathlon-Mitteldistanz heißt
Miroslav Podborski. Auf den Plätzen folgten Berg und Matys.
Berg nach dem Rennen über
die Leistung seines Widersachers: „Was Miroslav heute gezeigt
hat, war einfach stark. Ich war in diesem Jahr auf der gleichen
Strecke 8:20 min schneller, als im letzten Jahr. Und das hat
immer noch nicht gereicht. Er hat sich den Titel wirklich
verdient.“
Für die Weltcupwertung
bedeutet dies, dass Podborski und Berg punktgleich auf Platz 1
liegen. Berg zum gemeinsamen ersten Platz: „Ich bin froh, dass
ich noch hier in Kanada starten konnte. Auch, wenn es nicht zum
alleinigen ersten Platz gereicht hat.“ Hätte Berg mit dem
zweiten Platz in Kanada nicht noch Punkte gesammelt, wäre
Podborski alleiniger Gesamtweltcupsieger geworden. „Ich
bedanke mich bei dem Bauunternehmer Thomas Schulze und meinen
beiden Hauptsponsoren Sparkasse Spree-Neisse und AWU für die
Kostenübernahme und Unterstützung in der gesamten Saison. Die
Erfolge muss ich erst mal verarbeiten. Wie es dann sportlich
weitergehen soll, werde ich sehen. Immerhin muss ich mein
Training auch auf meine berufliche Entwicklung ausrichten. Wenn
ich also endlich einen Job finden sollte, muss ich mich danach
richten.“
Bei den Frauen versuchten
die deutschen Monika Rosenmeier und Silke Harenberg, ein
weiteres mal die dominante Athletin dieses Jahres, die Tschechin
Sarka Zimova zuschlagen. Jedoch gingen sie mit einem Nachteil an
den Start, da sie eine Woche zuvor die Langdistanz WM in Cottbus
absolvierten. Während Zimova ausgeruht an den Start gehen
konnte. Beim Schwimmen konnte Rosenmeier noch die Tschechin in
Schach halten, musste sie dann aber ziehen lassen, genau wie die
Kanadierin Kerry Copeland. In
der Weltcup Wertung ging der Titel souverän an Zimova, die kein
Rennen in dieses Saison verloren hatte. Auf Platz zwei im
Weltcup kam Monika Rosenmeier vor der letztjährigen
Weltcupsiegerin Silke Harenberg.
Ergebnisse:
Männer
1.
Miroslav Podborski (CZE) 3:09:54
2. Thoralf Berg (TSV Cottbus) 3:12:36
3. Lukas Matys (CZE) 3:20:00
4. Leos Rousav (CZE) 3:28:26
5. Trevor MacLean (CAN) 3:31:12
Frauen
1.
Sarka Zimova (CZE) 3:47:12
2. Kerry Copeland (CAN) 4:01:37
3. Monika Rosenmeier (TSV 1860 Gera-Zwötzen) 4:10:00
4. Silke Harenberg (PSV Braunschweig) 4:19:32
Veranstalterwebseite:
www.quadrathlon.com/HDQ/hdq-home.htm
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