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06.07.04 - Thoralf Berg triumphiert in Lubmin, ist aber nicht als erster im Ziel.

Am Sonnabend, 03.07.04 fand in Lubmin bei Greifswald die Europameisterschaft im Quadrathlon über die Mitteldistanz statt. Gleichzeitig hatte dieser Wettkampf den Status einer Deutschen Meisterschaft und es wurden Weltcuppunkte vergeben.

Thoralf Berg, TSV Cottbus, besiegte erstmalig in dieser Saison seinen stärksten Rivalen im Kampf um den Weltmeistertitel über die Langdistanz am 4. September am Spremberger Stausee. Geschlagen wurde er nur von der Quadrathlon-online Staffel, die in starker Besetzung einen Start-Ziel-Sieg erreicht.

Bei sehr starkem Wind und hohem Wellengang hielt Berg mit einer Schwimmzeit von 36:50 min über die Distanz von 2,5 km mit 2:40 min Rückstand auf den Tschechen Miroslav Podborski in Grenzen. Jedoch hatte auch Podborski keine Chance gegen Jan Tschernitschek, den Schwimmer der Quadrathlon-online Staffel, der nach nur gut 31 min aus dem Wasser stieg. 

Berg ging nach dem Schwimmen als sechster auf die 10km lange Paddelstrecke. Ganz bewusst hat er sich aufgrund des hohen Wellenganges gegen ein Rennboot entscheiden: „…da dieses bei dem Wellengang zu anfällig ist.“ Dass diese Wahl richtig war, zeigt die Reduzierung des Rückstandes auf den ersten Platz um weitere 30 Sekunden. Nach dem Paddeln hatte Berg nur noch ein Tschechisches Dreigespann vor sich, dabei auch der Führende Podborski. Sowie natürlich Henning Müller von Quadrathlon-online, der seine Kajakstärke ausnutze und den Vorsprung der Staffel ausbaute.

Leise Bedenken über ein erfolgreiches Abschneiden in Lubmin bekam Berg, als er aus dem Boot stieg und feststellte, dass sein linkes Bein beim Paddeln stark eingeschlafen war. „Das passiert schon immer wieder mal, aber so extrem hatte ich es noch nie.“ Dank einer langen Wechselzone konnte Berg die Gedanken jedoch schnell wieder verdrängen, da sich das Problem am Ende der Wechselzone dann schon wieder gelegt hatte.

Selbst hoch erfreut war der Cottbuser, als er auf dem Rad sitzend feststellte, dass er sofort richtig Druck machen konnte. Auf der ersten von drei Radrunden der 50 km langen Strecke kämpfte Berg sich dann auch gleich auf den zweiten Platz vor und holte weitere 35 sec auf den führenden Podborski heraus. Mit einem Schnitt von über 40 km/h für die winkelige und kurvenreiche Radstrecke stieg Berg dann nur noch mit einem Rückstand von 1:45 min zum ersten Platz vom Rad. Hier ist Berg seit 1998 zum ersten Mal schneller auf dem Rad unterwegs gewesen als sein ärgster Konkurrent um Quadrathlon-Platzierungen. Doch auch hier zeigte sich, dass die Staffel Mitglieder von Qadrathlon-online jeweils nur ein viertel der Strecke absolvieren mussten, denn auch Stefan Teichert konnte seine ganze Kraft ins Radfahren legen und war mit 41 km/h im Schnitt, der schnellste an diesem Tag.

Mit einem beherzten Start auf die 10 km lange Laufstrecke bekam Berg den Führenden auch bereits nach 1,5km auf Sichtweite und hatte Podborski nach weiteren 1,5 km eingeholt. Nach einer kurzen taktischen Verschnaufpause im Windschatten des Tschechen ergriff Berg aber auch gleich die Initiative und attakierte erfolgreich. Am Ende ist Berg mit einer Laufzeit von 32:56 min noch ganze 4 min schneller als sein Rivale in der abschließenden Disziplin unterwegs gewesen. 

Hendrik Reichmann konnte es dagegen ganz locker angehen, als Läufer der Staffel hatte er ausreichend Vorsprung von seinen Teamkollegen mit bekommen. Doch auch er lief noch eine Klasse Zeit mit 34:11 min obwohl er gut 30 sec verloren hatte weil die Streckenposten nicht mit seiner Schnelligkeit gerechnet hatten und er kurz nicht wusste wo er lang laufe sollte. Am Ende wurde es aber der klare Sieg für Quadrathlon-online.

Thoralf Berg holte sich mit seinem Sieg nicht nur den Europa- und Deutschen Meistertitel über die Mitteldistanz, gleichzeitig zog er mit Podborski in der Weltcupwertung gleich. Die nächsten Punkte werden an den kommenden beiden Wochenenden in Tschechien(Tyn und Sedlcany) über jeweils Sprintdistanzen ( 1 / 5 / 25 / 5 ) vergeben. Dementsprechend hielten sich die Feierlichkeiten über die Meistertitel in Grenzen, denn Berg sagt: „Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf!“

Bei den Frauen konnte Sarka Zimova (Tschechien) auch in Lubmin einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg hinlegen. Der Platz 2. war dagegen von zwei deutschen Frauen hart umkämpft. Am Ende konnte sich beim abschließenden Lauf Monika Rosenmeier (TSV Gera Zwötzen) vor Undine Weihe (PSV Braunschweig) durchsetzten. 

Damen:

1. Sarka Zimova               (Tschechien)        4:05:03 h
2. Monika Rosenmeier     (Deutschland)       4:30:01 h
3. Undine Weihe              (Deutschland)       4:32:55 h

Herren:

1. Thoralf Berg               (Deutschland)         3:20:58 h
2. Miroslav Podborski     (Tschechien)          3:23:11 h
3. Lukas Matys              (Tschechien)          3:34:50 h

Staffel:

1. Quadrathlon-online.de                              3:12:13 h
2. HSG Männer I                                         3:34:25 h
3. HSG Männer III                                        3:56:32 h

Veranstalterwebseite: www.hsg-greifswald-leichtathletik.de/ 

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