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11.09.05 - Der härteste Teamwettbewerb der Welt

Bereits zum 18ten mal fand in den Linzer Dolomiten der Red Bull Dolomitenmann stand, dieses Rennen hat sich in den letzten Jahren zu einem der Staffelwettbewerbe entwickelt. Los geht das Rennen mit einem Berglauf über 12 km,  wo sage und schreibe 1700 Höhenmeter zurückzulegen sind, bevor man auf 2400 m an den Paragleiter übergibt, der nun wieder ins Tal segeln muss, wobei er unter anderem eine Zwischenlandung machen muss. Die Kajakstrecke besteht dann aus einem Regatta- und einem Aufwärtsteil (Wildwasser). Dabei sind die Flüsse 'Drau' (in Flußrichtung) und 'Isel' (aufwärts) zu befahren. Auf einer Streckenlänge von 12 km sind zum Schluss rund 1300 Höhenmeter von einem Mountainbiker zu bewältigen, dabei ist das Rad aufgrund der extremen Steile mehrmals zu tragen. Abwärts geht es dann über die ehemalige Skialpin-Weltcupabfahrt.

„Irgendwo in der Mitte der Strecke dachte ich mir: nie wieder. Aber als ich dann oben gestanden bin am Kühboden Törl, mitten in dieser großartigen Bergkulisse, da hab ich’s mir fast schon wieder anders überlegt.“ So kommentierte Andreas Goldberger seine Teilnahme beim 18. Dolomitenmann. Das Ex Schiflieger-As nahm für das „Famous Four Team“ den Berglauf in Angriff. „Beim Schispringen kommt’s auf die Schnellkraft an, beim Dolomitenmann geht’s um Ausdauer; ab der Mitte der Strecke habe ich meine Unterschenkel ordentlich gespürt.“

So dürfte es heute einigen ergangen sein. Tenor der Athleten: Optimale Rennbedingungen dank Sonnenschein und perfekter Streckenpräparation - aber unglaublich anspruchsvolle Kurse. Olympiasieger Christian Hoffmann, Teamkollege von Goldie und anders als dieser bereits Dolomitenmann-erfahren: „Als ich vor ein paar Jahren mitgemacht hab, konnte man den Mountainbike-Uphill noch durchgehend fahren - inzwischen sind extrem anspruchsvolle und konditionell zehrende Tragepassage dazugekommen.“ Ähnlich sieht der dritte im Bunde der Famous Four die Entwicklung. Schorschi Schauff, Kajaklegende und Extremsportler des Jahres in Deutschland, über den Kajakkurs: „Die Aufwärtspassagen sind länger und schwieriger geworden - meine Spezialität ist ja die Befahrung von Wasserfällen, beim Dolomitenmann kommt’s viel mehr auf die Kondition an.“

Den Berglauf dominierte der Neuseeländer Ausnahmesportler Jonathan Wyatt. Er deklassierte die Konkurrenz um fünf Minuten und ließ den anderen Läufern keine Chance, was Werner Grissmann bei der Pressekonferenz Anlass zum Scherzen gab: „Da ich wegen John ja schlecht die Lienzer Dolomiten erhöhen kann, muss er nächstes Jahr wohl eine Extrarunde drehen!“ Sein Teamkollege Christian Amon konnte den Vorsprung fürs Team Leingruber Personal noch ausbauen, Kajakfahrer Herwig Natmessnig ließ sich nur wenige Sekunden abnehmen und schickte Mountainbiker Alban Lakata als ersten auf die Strecke. Roland Stauder, seit heute einziger 7facher Dolomitenmann-Einzelsieger, konnte einige Minuten gutmachen, den Sieg konnte der den Leingrubers allerdings nicht mehr streitig machen. Alban Lakata war sichtlich überwältigt vom Jubel der Zuseher: „Es gibt nichts besseres, als hier in meiner Heimat den Dolomitenmann zu gewinnen - ich bin überwältigt!“

Am Abend steigt am Lienzer Hauptplatz die Champions Night - die rund 400 Athleten haben jedenfalls allen Grund, ausgelassen mit dem Publikum zu feiern. Rund 20.000 Zuseher verfolgten den Bewerb in diesem Jahr live - ein eindrucksvolle Liebesbezeugung an jenen Staffelbewerb, an dem nur die „Härtesten unter der Sonne“ teilnehmen.

Sage und schreibe 300 Teams mit jeweils 4 Athleten (Bergläufer, Paragleiter, Kanute und Mountainbiker) hatten sich für die 110 freien Startplätze beim 18. Red Bull Dolomitenmann beworben. „Wie aus den zahlreichen Rückmeldungen der überglücklichen Teilnehmer, die sich einen Startplatz sichern konnten ersichtlich ist, hat ein ergatterter Startplatz beim Red Bull Dolomitenmann in Lienz den gleichen Stellenwert wie eine Qualifikation für den Ironman auf Hawaii. Damit spielen wir in der Oberliga der internationalen Sportveranstaltungen mit.“, so Stefan Mayr, der Vize-Obmann des SC-Dolomitenmannes.

Ergebnisse:

Gesamtwertung
1. Leingruber Personal - 03:53:36,3
2. Red Bull International - 03:56:11,6
3. Powerteam Ausserer - 04:03:28,5
4. Skoda Auto - 04:12:00,9
5. Lengger ZT Helly Hansen - 04:12:07,3

Berglauf Einzelwertung
1. John Wyatt (NZL), Team Leingruber Personal - 01:20:19,2
2. Robert Krupicka (CZE), Team Skoda Auto - 1:26:59,9
3. Helmut Schiessl (AUT), Kolland Topsport - 1:27:59,7

Paragleiten Einzelwertung
1. Christian Amon (AUT), Leingruber Personal - 00:31:31,6
2. Wendelin Ortner (AUT), Red Bull - 00:32:59,2
3. Markus Prantl (ITA), Powerteam Ausserer - 00:33:54,7

Kajak Einzelwertung
1. Gerhard Schmid (Aut), Powerteam Ausserer - 00:28:18,7
2. Kamil Mruzek (CZE), Skoda Auto - 00:28:21,2
3. Herwig Natmessnig (AUT), Leingruber Personal - 00:28:33,3

Mountainbike Einzelwertung
1. Roland Stauder (AUT) - 01:26:32,9
2. Hannes Pallhuber (AUT) - 01:33:09,0
3. Alban Lakata (AUT) - 01:33:11,6 

Veranstalterwebseite: www.dolomitenmann.com 

Quelle: Red Bull Dolomitenmann

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