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Das war der 20. Red Bull Dolomitenmann
11.09.07 - by Red Bull Dolomitenmann

Um Punkt 10.00 Uhr startete Werner Grissmann am Hauptplatz von Lienz den 20. Red Bull Dolomitenmann bei vollem Sonnenschein. Zu diesem Zeitpunkt ging die Organisation noch von einem stattfindenden Paragleit-Bewerb aus, der im Anschluss an den Berglauf gestartet werden sollte. Leider musste bereits kurz nach dem Zieleinlauf der Bergläufer der Paragleitbewerb abgesagt werden. Zu viel Wind machte die Durchführung unmöglich. Trotz der Enttäuschung sprachen viele Athleten dem Veranstalter ein Kompliment für die gute Entscheidung aus - der Flug wäre einfach viel zu gefährlich gewesen.

Markus Kröll, der bereits den Berglaufbewerb des Red Bull Dolomitenmannes gewinnen konnte, lief heute trotz Bänderanriss noch auf den 6. Rang im Berglauf. Kröll zog sich am Vortag eine Verletzung zu, die gestern noch nicht erkannt werden konnte. "Unsere Dolomitenmänner sind einfach hart im Nehmen, Hut ab vor Markus", so Werner Grissmann im Ziel. Kröll geht es den Umständen entsprechend gut, das Bein musste jedoch mit einem Spaltgips versorgt werden. Der Tscheche Magal Jiri nahm dem ehemaligen Berglauf-Weltmeister Schiessl beim Run über 12 km und 1700 Höhenmeter über 30 Sekunden auf der sehr selektiven Strecke ab und gewann den Berglauf in einer Zeit von 01:26:24,4. Auch auf dem dritten Rang landete mit Robert Krupicka ein Athlet aus der Tschechei.

Einen starken Lauf auf Platz 4 zeigte auch der Mexikaner Mejia Ricardo, der sah beim 20. Red Bull Dolomitenmann in Osttirol das erste Mal Schnee in seinem Leben. Noch nie zuvor lief Ricardo auf dem weißen, rutschigen Zeug und doch: er zeigte dem Rest der Welt, dass er auch auf ungewöhnten Terrain mit der Weltspitze mithalten kann. Fast unglaublich klingt die Geschichte: direkt aus Mexico angereist, kaum Zeit sich an die, für die Jahreszeit selbst in Osttirol viel zu kühlen, Verhältnisse zu gewöhnen und dennoch auf anhieb vierter im Berglauf. Mejia war im Ziel überglücklich: "Unglaublich! Ich wusste dass ich ein guter Läufer bin. Aber hier in Österreich zu gewinnen, dass übertrifft meine kühnsten Erwartungen. Es war wohl der brutalste Berglauf meines Lebens".

Ein ungewöhnliches Bild bot sich den hunderten Zusehern am Sportplatz Leisach, wo fast 120 Kanuten im Bulk gespannt auf ihren Einzelstart warteten und erstmal einen Klippenstart von der Rampe mit 6 m freien Fall in die Drau vollführen mussten. Die mittels Gundersson-Methode gestarteten Kanuten lieferten sich auf der Drau und auf der Isel ein beinhartes Rennen, denn durch den ausgefallenen Paragleitbewerb waren die Zeitabstände zwischen den Teams ungewöhnlich kurz.

Sowohl in der Profi- als auch in der Amateurwertung gewannen Athleten mit dem Namen Mruzek. Die beiden Brüder aus der Tschechei konnten ihre Konkurrenten in beiden Wertungen auf die Plätze verweisen. Herwig Natmessnig wurde bei den Profis knapp vor seinem Kärntner Landsmann Harald Hudetz Zweiter.

Die letzte Etappe mit dem Mountainbike über 1300 Höhenmeter zum Hochsteinkreuz mit anschließender schweißtreibend Abfahrt sollte dann die Entscheidung an diesem Tag bringen. Alban Lakata vom Gewinnerteam "Kolland Topsport" schaffte auf der letzten Etappe des Extremsport-Bewerbs noch, den tschechen Hynek Kristian auf dem extrem steilen Hochstein zu überholen. Damit sicherte der Osttiroler Lakata den ersten Sieg des Kolland Topsport Teams.

Am Abend feiern tausende Zuseher und die Organisation bei der Championsnight die Athleten, die wieder einmal die Dolomiten bezwungen haben. Als Highlight wird am Lienzer Hauptplatz ein Open-Air von Hubert von Goisern das Rahmenprogramm abschließen.

Ergebnisse:

Gesamtwertung

1.

Kolland Topsport

3:26:14

2.

Skoda Auto

3:27:49

3.

Fackelmann

3:29:23

4.

Red Bull

3:32:11

5.

Kolland Topsport

3:35:15

Die komplette Ergebnisliste 

Veranstalterwebseite:  www.redbulldolomitenmann.com

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