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Byatt schlägt
Podborsky
17.07.07
Nach gut einer Stunde und 40 Minuten war es
amtlich, "Mr. Quadrathlon" Miroslav Podborsky wurde in einem
Quadrathlon besiegt. Der sprintstarke Tscheche musste sich
zuhause beim Sprint-Weltcup in Karlstejn dem Engländer Andrew
Byatt geschlagen geben. Dies gelang zuletzt 2004 dem deutschen
Thoralf Berg bei der Langdistanz Weltmeisterschaft in Cottbus.
Bei sehr heißen äußeren Bedingungen konnte sich
Andrew Byatt am Ende überraschend klar durchsetzten. Den
Grundstein für seinen Sieg legte der 27-jährige schon beim
Schwimmen, wo er sich auf der gut 800m langen Strecke gute 50
Sekunden vom Zweiten Lukas Matys (CZE) absetzen konnte. Der sich
ebenfalls noch einmal 40 Sekunden von dem Dritten Miroslav Podborsky absetzen konnte.
Die Kajakstrecke, die diesmal deutlich länger
ausfiel als die geplanten 5km, bevorzugte so natürlich die
stärkern Paddler. Jedoch war an diesem Tag das Paddeln auf der
spiegelglatten Moldau durch die nicht vorhandenen Wellen auch
einfacher, als in den letzten Weltcuprennen.
Nach dem Paddeln war die Spitze des Rennens dann
auch wieder gleich auf. Matys konnte seinen Rückstand zu Byatt
wegmachen und Podborsky seinerseits konnte seinen Rückstand zu
Matys aufholen, weshalb alle Drei fast gleichzeitig auf die
20km lange Radstrecke gingen.
Hier konnten sich dann Podborsky und Byatt
zusammen an die Spitze setzen, wobei der Tscheche am Ende die
größeren Kräfte, auf der bergigen Strecke mit vielen
Serpentinen, hatte und sich noch gute 50 Sekunden von dem
Engländer absetzten konnte. Ebenfalls mit einer starken
Radleistung konnte sich der Vizeweltmeister über die Langdistanz
Leos Rousavy (CZE) auf Platz 4 vorfahren.
Beim abschließenden Lauf über die 5km brannte die
Sonne so richtig auf die Athleten nieder und forderte noch
einmal alles von ihnen. Diese Hitze machte anscheinend auch
Miroslav Podborsky zuschaffen, denn er hatte zum Schluss nichts
mehr Andrew Byatt entgegen zusetzten. Somit konnte der Engländer
sein zweites Weltcuprennen in diesem Jahr gewinnen.
Hinter den beiden kam Lukas Matys auf Platz 3 und
verwies damit, zum ersten Mal in diesem Jahr im direkten
Vergleich, seinen Landsmann Leos Rousavy auf den vierten Platz.
Einziger deutscher Mann in Karlstejn war Horst
Krüger (TSV 1880 Gera-Zwötzen), der den 15. Platz (2. AK50)
belegte. Bemerkenswert war sicherlich auch die Kajakleistung des
62-jährigen Miroslav Kocum (CZE), der mit der insgesamt 4.
besten Zeit des Tages auf sich aufmerksam machte.
Im Frauenrennen konnte die Vizeeuropameisterin im
Sprint
Alena Dufkova (CZE) einen Start-Ziel-Sieg feiern. Beim
Schwimmen konnten ihre Hauptkonkurrentinnen
Katrin Burow (TuS Neukölln Berlin) und Silke Harenberg (PSV Braunschweig)
den Rückstand noch in Grenzen halten. So konnten sie 10 bzw. 25
Sekunden nach der Tschechin ins Kajak steigen.
Auf der überlangen Paddelstrecke konnte dann
Dufkova ihre Stärke ausnutzen und sich den entschiedenen
Vorsprung erarbeiten. Auch Dufkovas Landsfrau Ilona Skalova
profitierte von der langen Paddelstrecke und konnte sich an die
2. Position setzten. Auf Platz 3 folgte dann Silke Harenberg,
die Katrin Burow überholen konnte.
Burow konnte dann jedoch auf der Radstrecke ihre
Stärke ausspielen und sich bis auf Platz 2 vorfahren. Auch
Harenberg konnte auf dem Rad noch Skalova abfangen und als
Dritte auf die Laufstrecke gehen.
Vorne an der Spitze lief
Alena Dufkova dann einen ungefährdeten Sieg entgegen.
Auch wenn Burow noch mit der schnellsten Laufzeit des Tages Zeit
gutmachte, konnte sie diesmal nichts am Sieg der Tschechin
ändern. Platz 3 ging an an Silke Harenberg, die einen sicheren
Podiumsplatz entgegen lief.
|
1. |
Andrew Byatt (GBR) |
1:39:59 |
|
2. |
Miroslav Podborsky (CZE) |
1:43:11 |
|
3. |
Lukas Matys (CZE) |
1:44:10 |
|
4. |
Leos Rousavy (CZE) |
1:46:16 |
|
5. |
Jan Kolanda (CZE) |
1:50:13 |
|
1. |
Alena Dufkova (CZE) |
1:59:55 |
|
2. |
Katrin Burow (TuS Neukölln Berlin) |
2:02:12 |
|
3. |
Silke Harenberg (PSV Braunschweig) |
2:06:09 |
|
4. |
Ilona Skalova (CZE) |
2:08:39 |
|
5. |
Olga Krivska (CZE) |
2:37:24 |
Veranstalter Webseite:
www.triexpert.cz
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