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Wellengang und Frauenpower
04.07.07
Beim 5. Norddeutschen Küstenquadrathlon, in
dessen Rahmen die Quadrathlon Langdistanz Weltmeisterschaft
(4,5km Schwimmen, 20km Kajak, 100km Rad, 20km Laufen) und ein
Sprint Weltcup (0,9km, 5km, 25km, 5km) ausgetragen wurde, waren
es am Ende zwei Themen die hängen blieben. Zum einen der starke
Wellengang, der das Schwimmen und das Paddeln sehr erschwerte
und zum anderen die starken Leistungen des so genannten
„schwachen Geschlechtes“, welches mit ihren männlichen
Mitstreitern diesmal mehr als nur mithalten konnte.
Um 7:00 Uhr wurden die Langdistanz Athleten auf
die Strecke geschickt. Und auf den ersten Metern der 4,5km
langen Schwimmstrecke, schein die Ostsee recht ruhig zu sein,
doch je länger das Rennen dauerte umso größer wurden die Wellen.
Was nicht nur die Orientierung im Wasser erschwerte, sondern den
einen oder anderen auch einen Schlug des Ostseewassers nehmen
lies. Die schnellsten Schwimmer an diesem Tag kamen aus den
Staffeln HSG-Blitz und HGW-Tobitomi. Die ersten Einzelstarter
kamen dann gut 8 Minuten nach den Staffelschwimmern in die
Wechselzone, unter ihnen die Favoriten Thoralf Berg (TSV
Cottbus) und Leos Rousavy (CZE), aber auch Wiebke Overbeck
(Triathlon Team Braunschweig) kam als erste Frau in der
Spitzengruppe aus dem Wasser.
Wer von den Athleten sich bis jetzt durch die
Ostsee gekämpft hatte ohne den Fischen ein Andenken zu
hinterlassen, durfte sich leider jetzt auch nicht entspannen.
Denn jetzt ging es mit dem Kajak auf die wilde Ostsee. Vor dem
Wettkampf war bei vielen Sportler die Frage zuhören: „Welches
Boot fahre ich bloß heute?“. Und dass die Bedingungen an diesem
Tag wirklich schwierig waren, zeigte die Tatsache, dass selbst
erfahrene Paddler ihre Probleme hatten, so musste auch
Titelverteidiger Thoralf Berg einmal unfreiwillig das Kajak
verlassen und viele erfahrene Sportler mussten in den ersten
beiden Disziplinen die Segel streichen, weil es einfach nicht
mehr ging bei diesen Wellen. Trotz alle dem konnte Berg als
erster Mann auf die Radstrecke gehen, gefolgt vom Tschechen Jiri
Kobera. Aber diese Beiden waren nicht die ersten Einzelstarter,
Wiebke Overbeck nutzte die Gunst der Stunde und ihre Kajakstärke
aus, um sich ganz nach vorne zupaddeln.
Auf der 100km langen Radstrecke, wo 3 Runden
zufahren waren, konnte dann Thoralf Berg seine Stärke ausspielen
und sich an die Spitze des Rennens setzen. Hier konnte sich der
Schwedter einen großen Vorsprung auf seine Verfolger heraus
fahren. Leider muss man aber auch sagen, dass die ganz große
Konkurrenz, wie der Tscheche Miroslav Podborsky, nicht am Start
war. So war dann auch der zweite Einzelstarter immer noch eine
Frau, Wiebke Overbecke führte noch immer das Frauenfeld an. Aber
auch Position Nummer 3 ging an eine Frau, Katrin Burow (TuS
Neukölln Berlin) legte auf dem Rad eine super Performance ab und
holte gut 30min ihres Rückstandes auf Overbeck auf und zeigte
auch dem einen oder anderen Mann wie schnell sie Radfahren kann.
Auch wenn Thoralf Berg auf der abschließenden
Laufstrecke noch die Tagesbestzeit ablieferte, so musste er am
Ende doch nicht mehr alle Kräfte mobilisieren, denn im Ziel
hatte er einen Vorsprung auf den Zweiten von über einer Stunde.
Dafür wurde aber der Kampf um die Plätze noch einmal spannend.
Die Tschechen Leos Rousavy und Jiri Kobera, sowie die Deutschen
Dietmar Grimoni, Stephan Krey, Ralf Gabel und Jens Jödecke
gingen nur um wenige Minuten getrennt auf die letzten 20km. Am
Ende konnte sich dann Leos Rousavy durchsetzen, der an diesem
Tag die Zeit zu Berg vor allem im Kajak verlor. Den Dritten
Platz sicherte sich dann mit 14 Sekunden Vorsprung Dietmar
Grimoni vor Stephan Krey.
Schneller als Berg waren dann nur die stark
besetzten Staffeln HSG-Blitz (Holz, Höchel, Bertram, Tredup) und
HGW-Tobitomi (Müncheberger, Langer, Birger, Mroziniki), die gut
35 bzw. 15 Minuten schneller waren, als der alte und neue
Langdistanzweltmeister.
Spannend war auch dann auch der Kampf im
Frauenrennen und das nicht nur um den Sieg, sondern auch ob es
eine Frau schaffen sollte nach Berg als zweiter Einzelstarter
über die Ziellinie zulaufen. Mit der stärkeren Laufleistung
konnte Katrin Burow ihren Rückstand zu Wiebke Overbeck wegmachen
und die Führung bei den Damen übernehmen, die sie dann auch
nicht mehr abgab. Damit wurde Burow die Nachfolgerin von Monika
Rosenmeier, die 2004 den Titel gewinnen konnte. Für den zweiten
Platz hinter Berg in der Gesamtwertung, reichte es am Ende aber
nicht für Burow, kurz vor dem Ziel musste sie noch Leos Rousavy
vorbeilassen. Aber mit Platz 3 im gesamten Starterfeld zeigte
sie eine herausragende Leistung.
Neben der Langdistanz WM, wurde auch noch ein
Weltcup über die Sprintdistanz ausgetragen. Auch hier kämpften
die Sportler in den ersten beiden Disziplinen gegen die Gewalten
des Meeres. Als Erster vom Schwimmen kam der Eppelheimer Stefan
Teichert, der seine Führung auf dem Wasser aber bald an Felix
Förster (KV Laubegast Dresden) abgeben musste, der an diesem Tag
mit den hohen Wellen sehr gut zu Recht kam. Auf der 25km langen
Wendepunktstrecke konnte sich dann aber bald wieder Stefan
Teichert an die Spitze des Rennens setzen. Den Vorsprung den
sich der 4. der Sprint EM auf dem Rad herausfahren konnte, lies
er sich dann auch auf der abschließenden Laufstrecke nicht
nehmen und siegte am Ende deutlich vor Felix Förster, der sich
den von hinten heranstürmende Lars Schmiedeberg (Tri Fun
Güstrow) noch vom Leibe halten konnte.
Bei den Damen konnte die Berlinern Kerstin
Spiegelberg das Rennen gewinnen, nach dem Schwimmen noch hinter
Monika Rosenmeier zurück gelegen, konnte sie auf dem Kajak die
Führung übernehmen, die sie dann nicht mehr abgab. Platz Zwei
belegte Susanne Scheffler (SV Rotation / SSV Schwedt), die sich
auf der Laufstrecke noch die auf dem Rad starke Ellen Mielke (KC
Lampertheim) schnappen konnte.
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1. |
Thoralf Berg (TSV Cottbus) |
7:22:01 |
|
2. |
Leos Rousavy (CZE) |
8:29:38 |
|
3. |
Dietmar Grimoni (Tri Club Wuppertal) |
8:32:08 |
|
4. |
Stephan Krey (Tri-Sport Schwerin) |
8:32:22 |
|
5. |
Ralf Gabel (Saalfelder LV) |
8:35:25 |
|
1. |
Katrin Burow (TuS Neukölln Berlin) |
8:32:00 |
|
2. |
Wiebke Overbeck (Triathlon Team Braunschweig) |
8:44:10 |
|
3. |
Kathrin Steinbock-Eich (KV Laubegast
Dresden) |
8:57:09 |
|
4. |
Undine Weihe (KC Charlottenburg / Tri
Team Berlin) |
8:59:36 |
|
5. |
Marina Hillebrand (Lupus Team Zehdenick) |
10:02:19 |
|
1. |
Stefan Teichert (BBC Team Eppelheim / WSC
HD) |
1:46:07 |
|
2. |
Felix Förster (KV Laubegast Dresden) |
1:50:59 |
|
3. |
Lars Schmiedeberg (Tri Fun Güstrow) |
1:51:26 |
|
4. |
Alexander Krüger (TV Fürstenwalde) |
1:51:48 |
|
5. |
Ralf Buchner (Tri Fun Güstrow) |
1:54:20 |
|
1. |
Kerstin Spiegelberg (Berlin) |
2:05:43 |
|
2. |
Susanne Scheffler (SV Rotation / SSV Schwedt) |
2:09:02 |
|
3. |
Ellen Mielke (KC Lampertheim) |
2:10:45 |
|
4. |
Monika Rosenmeier (TSV 1880 Gera-Zwötzen) |
2:14:11 |
|
5. |
Ornella Graupner (Team VivaVentum) |
2:18:14 |
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