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God save the Queen
14.08.07
Die Quadrathlon Weltmeisterschaft über die
Kurzdistanz im tschechischem Sedlcany versprach viel Spannung in
einem der bestbesetzten Rennen in den letzten Jahren. Und die
Zuschauer wurden am letzten Wochenende nicht enttäuscht und
sahen einen Wettkampf mit vielen Überraschungen. Vor dem
Wettkampf erwarteten alle einen Zweikampf zwischen "Mr.
Quadrathlon"
Miroslav Podborsky (CZE) und dem in dieser Saison sehr
starken Andrew Byatt (GBR), vielleicht hatten einige auch noch
den Langdistanz Weltmeister Thoralf Berg (TSV Cottbus) auf der
Rechnung, aber am Ende war es ein überraschender Britischer Triumph.
Aber schon vor dem Wettkampf stand das Rennen
unter Britischer Herrschaft, denn unter den angereisten Nationen
stellten erstaunlicher Weise nicht die heimischen Tschechen die
meisten Athleten, sondern die Engländer stellten fast die Hälfte
der Starter. Daneben waren dann auch noch Deutsche, Slowaken,
Polen, Ungern und Südafrikaner am Start.
Beim Schwimmen konnte sich zunächst einmal Andrew
Byatt (GBR) klar mit 1:30min von seinen Contrahänden absetzen
und auch der zweitschnellste Mann im Wasser war mit Daniel
Corner ein Britte. Die erste Verfolgergruppe der Beiden bestand
aus Miroslav Podborsky, Lukas Matys, Ondrej Horak (alle CZE) und
Stefan Teichert (BBC-Team Eppelheim / WSC HD).
Mit dem Kajak versuchten dann Podborsky und Matys
zu den Beiden Britten auf zuschließen. Am Anfang konnte Matys
auch noch das Tempo seines Landsmannes mitgehen, musste dann
jedoch abreisen lassen, während Podborsky langsam den Anschluss
an die Spitze fand. So gingen dann auch Corner, Podborsky und
Byatt fast gleichzeitig auf die Radstrecke. Mitfavorit Thoralf
Berg konnte zwar das spitzen Tempo im Kajak nicht aufnehmen,
konnte sich aber um einige Plätze verbessern und ging als 5. auf
die Radstrecke.
Auf der anspruchsvollen und unrhythmischen
Radstrecke lieferten sich Corner und Podborsky ein packendes
Duell auf dem Fahrrad, beide konnten so ihren Vorsprung noch
weiter ausbauen. Rund lief es auch für Thoralf Berg, der seinen
Rückstand zum Vierten Lukas Matys wegmachen konnte. Keinen
richtig runden Tritt an diesem Tag erwischten Andrew Byatt und
Stefan Teichert, die nicht wie gewohnt vorne mitfahren konnten.
Zum zweiten Wechsel kamen Corner und Podborsky
dann zusammen, nur dass Corner sich dabei etwas verfuhr und so
einige Sekunden an Zeit einbüsste, aber Sportsmann Miroslav
Podborsky nutze diese Situation nicht etwa aus, nein er wartete
auf seinen Gegner und zeigte damit wahres Fairplay.
Leider kam es dann auf der Laufstrecke nicht zu
einem weiteren spannenden Duell zwischen den Beiden, da sich
Daniel Corner schnell absetzten konnte und so der
Überraschungs-Weltmeister des Tages war. Platz Zwei ging
ungefährdet an Miroslav Podborsky, der damit in diesem Jahr
bereits von Zwei verschiedenen Athleten besiegt werden konnte.
Der 3. Platz ging an Thoralf Berg, der mit seiner Laufstärke den
Britten Andrew Byatt noch abfangen konnte.
Zweitbester Deutscher wurde Stefan Teichert auf
Platz 7, der vor dem bis dahin im Weltcup Führenden Leos Rousavy
ins Ziel kam, der die Weltcupführung an Miroslav Podborsky
abgeben musste.
Die Schwimmstrecke bei den Damen dominierte die
Engländerin Sarah Benjamin, die sogar mit der viertbesten
Schwimmzeit überhaupt die meisten Männer hinter sich lies. Eine
Minute später verlies Gabriela Lutzova (SVK) das Wasser und
weitere 2-3 Minuten zurück machten sich Alena Dufkuva (CZE), Helen Parkinson (GBR)
und Katrin Burow (TuS Neukölln Berlin) auf die Verfolgung.
Beim Kajak konnte Alena Dufkova ihre Stärke
ausspielen und sich an die Spitze setzten. Während sich der Rest
des favorisierten Damen dicht zusammen schob und sich innerhalb
von gut 3 Minuten 5 Frauen auf die Verfolgung mit dem Rad
begaben, darunter auch die beiden Deutschen Katrin Burow und
Silke Harenberg.
Auf der Radstrecke bestimmte zunächst einmal die
Britin Helen Parkinson das Tempo, so dass es erneut einen
Führungswechsel gab. Auch die Tschechin Karla Polivkova war sehr
schnell mit dem Rad unterwegs und konnte so zu den Führenden
Damen aufschließen. Jedoch hatte sie dabei die Hilfe eines
Begleitwagens, der ihr zum Teil Windschatten bot, aber auch
andere Teilnehmerinnen behinderte, leider wurde diese
unsportliche Aktion nicht von den Wettkampfrichtern bemerkt.
Die schnellsten Beine am Ende hatte dann Helen
Parkinson, die so ihren Vorsprung so noch ausbauen konnte und
damit ihren Vorjahressieg wiederholte und den Britischen Triumph
perfekt machte. Platz Zwei konnte sich dann die Weltmeisterin
auf der Langenstrecke Katrin Burow, vor Karla Polivkova sichern.
Weltcupsiegerin Silke Harenberg kam als Zweitbeste Deutsche auf
Platz Vier ins Ziel und damit noch einmal dich an die
Podestränge heran.
In der Alterklassen WM konnten aus deutscher
Sicht auch noch Ellen Mielke (2. Platz AK45), Wolfgang Ketscher
(2. Platz AK55), Horst Krüger (3.Platz AK50) und Peter Appelt
(3. Platz AK55) überzeugen.
In der Nationenwertung konnten die Herren mit
Thoralf Berg, Stefan Teichert und Horst Krüger den 3. Platz
hinter Großbritannien und Tschechien belegen. Auch die deutschen
Damen belegten mit Katrin Burow, Silke Harenberg und Ellen
Mielke den 3. Platz hinter Tschechien und Großbritannien.
Ergebnisse
Kurzdistanz WM:
|
1. |
Daniel Corner (GBR) |
2:26:27 |
|
2. |
Miroslav Podborsky (CZE) |
2:29:07 |
|
3. |
Thoralf Berg (TSV Cottbus) |
2:34:21 |
|
4. |
Andrew Byatt (GBR) |
2:35:40 |
|
5. |
Lukas Matys (CZE) |
2:39:48 |
|
1. |
Helen Parkinson (GBR) |
2:57:18 |
|
2. |
Katrin Burow (TuS Neukölln Berlin) |
3:02:39 |
|
3. |
Karla Polivkova (CZE) |
3:03:49 |
|
4. |
Silke Harenberg (PSV Braunschweig) |
3:10:17 |
|
5. |
Gabriela Lutzova (SVK) |
3:11:15 |
Ergebnisse Sprint WM
für Junioren:
|
1. |
Martin Hubaeek (SVK) |
1:30:23 |
|
2. |
Peter Balla (SVK) |
1:37:41 |
|
3. |
Petr Susa (CZE) |
1:38:45 |
|
4. |
Radim Junek (CZE) |
1:39:01 |
|
5. |
Ondrej Zizka (CZE) |
1:39:30 |
|
1. |
Barbora Moraveikova (SVK) |
1:51:45 |
|
2. |
Katerina Kubikova (CZE) |
2:03:56 |
|