Olaf Sabatschus, so heißt der Sieger 2008 des Inferno Triathlon von Thun (570
Meter über Meer) auf das Schilthorn (2970 Meter über Meer). Mit einer
eindrücklichen, konstanten Leistung stoppte der Deutsche die siebenfache
Siegesserie von Marc Pschebizin (GER). Bei den Frauen ließ die Vizesiegerin
2007, Nina Brenn aus Zürich, ihren Konkurrentinnen keine Chance. In der Team
Trophy landete www.bikeholiday.net mit Abstand einen fulminanten Sieg.
Vor vierzehn Tagen noch war es Titelfavorit Marc Pschebizin, der seine
Mitstreiter am Embrunman in den französischen Alpen das Fürchten lehrte.
Vielleicht waren es die schweren Beine, vielleicht auch einfach das
Wettkampfglück, das dieses Jahr einem anderen lachte. So war es schließlich
Landsmann Olaf Sabatschus, der nach einem spannenden Rennen das Zielband auf dem
Schilthorn durchriss. Bereits in Oberhofen wurde klar, dass mit dem
Inferno-Debütanten zu rechnen ist. Als dritter Single-Athlet entstieg er dem
Thunersee. Auf der Roadbikestrecke nach Grindelwald hielt sich Sabatschus
bewusst zurück, um seine Kräfte zu schonen, was sich später auszahlen sollte.
Dennoch war es Sabatschus, der als Erster in der Wechselzone Grindelwald
eintraf. Eine gute Minute trennte ihn vom Mitfavoriten Pschebizin. Noch war
alles offen, und der Seriensieger gab sich erwartungsgemäß noch lange nicht
geschlagen. Nach der Kleinen Scheidegg gelang es Pschebizin tatsächlich seinen
härtesten Konkurrenten zu überholen. Er, dem sein Ruf als Spitzenläufer voraus
eilte, wollte es nun endgültig wissen. Doch wer jetzt meinte, das Rennen sei
gelaufen, hatte sich getäuscht sich. Wie bereits auf dem Bike war Sabatschus
bergauf heute einfach stärker. Die Laufstrecke entwickelte sich zum ganz
persönlichen Inferno für „Mister Inferno“. Bereits beim Aufstieg von Stechelberg
nach Mürren sah Pschebizin nur noch die Fersen seines Landsmannes.
Kontinuierlich vergrößerte sich der Rückstand. Auf dem Schilthorn schließlich
nahm Olaf Sabatschus mit seiner Siegerzeit von 8:53.17 Marc Pschebizin (9:07.05)
eine knappe Viertelstunde ab. „Ich habe nur neunzig Prozent gegeben“, meinte ein
stolzer, selbstbewusster Sieger. Mit einer Zeit 9:16.18 beendete als Dritter
ebenfalls ein Deutscher, Andreas Wolpert das Rennen. Von Thun bis aufs
Schilthorn trug er den Ring mit sich, mit dem er unter dem Zielbogen seiner
langjährigen Lebenspartnerin einen Heiratsantrag machte. Ein infernalisch
schönes Happy End!
Bei den Triathletinnen indessen ließ die Vorjahreszweite Nina Brenn (10.02.58)
nichts anbrennen. Mit einem Vorsprung von rund fünfundvierzig Minuten auf Andrea
Huser (10.49.48) demonstrierte die Zürcherin ihre klare Überlegenheit und
landete einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Mit einer Platzierung in den Top
Ten der Frauen gelang der ehemaligen Spitzenläuferin Anita Weyermann ein
beachtliches Triathlon-Debüt.
Um
nur drei Minuten verpassten www.bikeholiday.net letztes Jahr den Sieg hinter dem
Quartett von Eitzinger Sport-und Aktiv-Ferien den Sieg. Doch heuer ließen sie
sich die Suppe definitiv nicht mehr versalzen. In Oberhofen waren die
Lokalmatadoren zwar noch nicht an erster Stelle. Kein Wunder, verriet doch
Nathalie Schneider, dass sie noch nie so langsam geschwommen sei. Eine Erklärung
hatte sie keine, waren doch die Wind- und Seebedingungen geradezu optimal. Sei’s
drum! Zwischen Sigriswil und Beatenberg gelang es dem Roadbiker die Spitze des
Rennens zu übernehmen, eine Führung, die das Team bis ins Ziel nicht mehr aus
der Hand gab. Ein begeistertes Publikum am Straßenrand verlieh Manuel
Scheidegger geradezu Flügel. Vergessen waren seine Magenprobleme vom Vortag.
Jogi Brunner indessen hatte auf der Mountainbikestrecke mit Kälte und Nebel zu
kämpfen. Mit großem Vorsprung auf das zweite Team WHEELER – BIXS übergaben
www.bikehoiday.net den Zeitmesschip ihrem Bergläufer Roland Ringgenberg, der auf
dem steilen Weg von Stechelberg nach Mürren eindrücklich seine Überlegenheit
demonstrierte. Mit fast einer halben Stunde Abstand auf die Zweitplazierten
WHEELER – BIXS (7:06.53) siegte www.bikeholiday.net mit einer Schlusszeit von
6:37.57. „Bei uns gibt jeder alles!“. Der Sieg der Inferno Team Trophy 2008 ist
der Lohn für den kompromisslosen Einsatz.
War das Wetter am Vormittag noch viel besser als prognostiziert, schlug das Tief
am Nachmittag zu. Die Athletinnen und Athleten hatten in den oberen Lagen des
Rennens mit Schneeregen, starken Winden und Temperaturen um 0 Grad Celsius zu
kämpfen. Um 17.15 Uhr sahen sich die Organisatoren gezwungen, den Zieleinlauf
zur Mittelstation Birg hinunter zu verlegen, eine halbe Stunde später konnte das
Rennen nur noch bis nach Mürren fortgeführt werden. OK-Präsident Heinz Zurbrügg
war mit dem Rennverlauf zufrieden: „Die Veranstaltungen gingen ohne schwere
Unfälle über die Bühne, das ist für uns das Wichtigste.“ Er zeigte sich
beeindruckt vom beispiellosen Einsatz der 900 Helfer und von einem Publikum, das
die Athletinnen und Athleten begeistert anfeuerte. Übrigens: Die meisten Aktiven
– und auch viele Zuschauer – haben sich bereits jetzt den 22. August 2009 in
ihrem Kalender rot angestrichen. Dann heißt es wieder: „Inferno go!“