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Sprint EM - Deutsche schlagen zurück
20.08.08
Nachdem letztes Wochenende die Britten bei der
Weltmeisterschaft in Sedlcany dem Rennen ihren Stempel
aufdrückten, zeigten die Deutschen nur eine Woche
später, dass auch sie mannschaftlich stark auftreten können.
Bei der Europameisterschaft im Sprint im eigenen Land, am
Bergssee Ratscher, konnten sowohl die Frauen als auch die
Männer, in spannenden Wettkämpfen, nicht nur den Einzeltitel
sich erkämpfen, auch in der Nationenwertung lagen beide am
Ende vorne.
Nach den recht feuchten Bedingungen in den letzten Tagen vor
dem Wettkampf, hatten die Organisatoren am Bergsee Ratscher,
nahe Suhl, wieder einmal Glück und es entwickelt sich zum
Nachmittag bestes Wettkampfwetter: sonnig und nicht zu warm.
Gleich nach dem Start zur 750m langen Schwimmstrecke versuchte
wieder einmal der Engländer Andrew Byatt die alleinige Spitze
zu übernehmen. Diese nahm er jedoch erst nach gut 1/3 der
Strecke für sich alleine ein, solange konnte der
Heidelberger Stefan Teichert dem Tempo des Engländers folgen.
Der schließlich nach 9:37 das Wasser verlies. Als Zweiter mit
50 Sekunden Rückstand ging Stefan Teichert auf
die Radstrecke, gefolgt Josef Wilhelm (AC Apolda) und
Keith Longney (GBR).
Auf der 20km langen Radstrecke, durch die Ausläufer des
Thüringer Waldes, sollten sich dann alle Favoriten nach vorne
an die Spitze schieben. Zuerst konnte Leos Rousavy (CZE), dich
gefolgt von Georg Fischer (KC Kelheim), seinen
Schwimmrückstand verkürzen und am zweiten Anstieg zum Zweiten
Stefan Teichert aufschließen. Zu Dritt fuhren diese auf der
Abfahrt dann auch den Führenden Andrew Byatt auf. Und auf
den letzten flachen Kilometern zurück zum Stausee, schaffte
auch noch Thoralf Berg den Anschluss an die Spitze, wo man
trotz der in zwischen fünf Athleten sauber ohne Windschatten
auf dem Rad fuhr.
Zu Fünft wechselten dann alle nahe zu gleichzeitig ins Kajak,
hier zog sich das Rennen dann auch wieder etwas auseinander,
jedoch fiel auch hier keine Vorentscheidung. Zunächst
konnte Byatt, mit 40 Sekunden Vorsprung, wieder die Führung
übernehmen, gefolgt von Berg und Rousavy, der weitere 30
Sekunden Rückstand hatte. Fischer und Teichert gingen auf den
Positionen 4 und 5 auf die Laufstrecke. Die schnellste
Kajakzeit des Tages fuhr allerdings der Linzer Christian Endl,
der in Österreich Staatsmeister über 500m und 1000m ist.
Auf der neuen Laufstrecke, mit 2 Runden auf und an der
Staumauer, sollte sich nun ein harter Zweikampf um den Sieg
entwickeln. Thoralf Berg lief zunächst an Andrew Byatt wieder heran, aber der Engländer lies sich nicht abschütteln. Immer
wieder versuchte Berg das Tempo anzuziehen, doch Byatt bis
sich fest. Erst auf dem letzten Kilometer gelang es Berg
sich zulösen und nach dem 2. Platz im letzten Jahr in Senftenberg,
nun den 1. Platz der Europameisterschaften feiern. Platz 3
ging wie im Vorjahr an den Tschechen Leos Rousavy. Das
Laufduell um Platz 4 entschied dann Stefan Teichert, vor Georg
Fischer, für sich.
Bei den Damen konnte sich im Schwimmen zunächst Byatt´s Freundin Holly
Hawkey (GBR) zusammen mit Antje Fiebig (TV Sangerhausen) in
Front setzen. Die Beiden hatten etwa 15 Sekunden Vorsprung auf
die Dritte Gabriela Lutzova (SVK).
Fiebig übernahm auf der Radstrecke zunächst die alleinige
Führung, musste jedoch am Ende, die von hintern
heranstürmende Katrin Burow (TuS Neukölln Berlin) an sich
vorbeiziehen lassen. Platz 3 belegte zu diesem Zeitpunkt
Helen Parkinson, die Engländerin, die letzte Woche den
WM-Titel in Sedlcany sich erkämpfte, bestritt an diesem Tag
schon ihr zweites Rennen. Nur ca. 3 Stunden zufuhr hatte sie
den Kurdistanz Triathlon am Bergsee Ratscher für sich
entschieden.
Auf den 4 Runden mit dem Kajak auf dem Bergssee konnte sich dann die
erfahrene Paddlerin Sarah Jellonnek (Saarbrücker Kanu Club) in
Szene setzen und von Platz 4 bis nach vorne paddeln. Aber auch
sie hatte nach dem Kajakpart nur wenige Sekunden Vorsprung,
vor einer immer noch engen Konkurrenz, die mit Burow, Dufkova
und Fiebig noch auf ihre Chancen wartete.
Im Laufen hatte dann Katrin Burow, die schnellsten Beine der
engsten Verfolger und setzte sich so wieder an die Spitze
und gewann am Ende mit gut einer Minute Vorsprung.
Platz 2 festigte hingegen Sarah Jellonnek, die Siegerin des
Kanutriathlons in Ludwigshafen vom letzten Jahr verwies die Tschechien Alena Dufkova auf den Dritten
Platz. Mit einer fantastischen Laufzeit konnte auch
Helen Parkinson sich noch mal auf Platz 4 nach vorne bringen.
Die Engländerin meinte zu ihrem Doppelstart an diesem Tag,
dass ihr die Sprintstrecke einfach zu kurz sei. Platz 5 belegt dann Antje Fiebig.
Die Teamwertung, mit den Besten 3 Athleten jeder Nation, konnten
sowohl die Frauen als auch die Männer, in den Besetzungen
Katrin Burow, Sarah Jellonnek und Antje Fiebig, sowie Thoralf
Berg, Stefan Teichert und Georg Fischer, für sich entscheiden.
Platz Zwei ging jeweils an Großbritannien vor der Tschechien
Republik.
Ergebnisse
Männer
|
1. |
Thoralf Berg (TSV Cottbus / SSV PCK Schwedt) |
1:23:24 |
|
2. |
Andrew Byatt (GBR) |
1:23:55 |
|
3. |
Leos Rousavy (CZE) |
1:24:56 |
|
4. |
Stefan Teichert (Poseidon Eppelheim / WSC Heidelberg) |
1:26:46 |
|
5. |
Georg Fischer (KC Kelheim) |
1:27:23 |
Frauen
|
1. |
Katrin Burow (TuS Neukölln Berlin) |
1:38:51 |
|
2. |
Sarah Jellonek (Saarbrücker Kanu Club) |
1:39:52 |
|
3. |
Alena Dufkova (CZE) |
1:40:34 |
|
4. |
Helen Parkinson (GBR) |
1:40:55 |
|
5. |
Antje Fiebig (TV Sangerhausen) |
1:41:46 |
Deutsche Alterklassenerfolge
|
Jannik
Hallenberger 1. Platz Junioren |
Georg Fischer
1. Platz U23 |
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Silke
Harenberg 1. Platz Master 40 |
Axel Nitsch
1. Platz Masters 40 |
|
Miguel
Hadlich 1. Platz Master 50 |
Klaus Knopf 1. Platz Master
55 |
|
Ludwig
Amarell 1. Platz Masters 70 |
Lars Hadlich
2. Platz U23 |
|
Ornella
Graupner 2. Platz U23 |
Joachim
Neusser 2. Platz Masters 40 |
|
Ellen Mielke
2. Platz Master 45 |
Ralf Gabel 2. Platz Master 45 |
|
Joachim Meyer
2. Platz Master 55 |
Sebastian
Gorges 3. Platz U23 |
|
Marcus
Schmietendorf 3. Platz Masters 40 |
Wolfgang
Ketscher 3. Platz Master 55 |
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