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Weltverband mit immer mehr Fragezeichen
11.08.08

Bei den Weltmeisterschaften in Sedlcany sollte wie in den letzten Jahren auch der jährliche Kongress der WQF, der World Quadrathlon Federation stattfinden. Hier sollte dann über die Zukunft des Quadrathlons bzw. die Zusammensetzung des Weltverbandes diskutiert werden. Allerdings wurde der Kongress in letzter Minute, am letzten Donnertag per Email vom Präsidenten der WQF Vaclav Marek (CZE) abgesagt, da mit dem Vizepräsidenten Allan Billard (CAN) und dem Generalsekretär Paddy Herlihy (GBR) wichtige Funktionäre der WQF bei ihren Aufgaben bei den olympischen Spielen in Peking eingebunden waren.

Die Entscheidung zur Absage des Kongress lässt ein weiteres Fragezeichen hinter dem Weltverband erscheinen. Zwar ist es ok, wenn das Meeting des Worldbords wegen anderer Verpflichtungen der Mitglieder abgesagt oder verschoben wird. Aber diese Verpflichtungen waren seit längerem bekannt und eine Absage am Donnerstag, wenn das Meeting Freitag früh ist, ist vor allem für die umsonst angereisten Delegierten der einzelnen Länder, sehr ärgerlich. So reisten auch die Vertreter des deutschen Verbandes der QUAD, Joachim Neusser, Stefan Teichert und Silke Harenberg,  umsonst an. Besonders ärgerlich war zudem, dass Vertreter der wichtigsten Quadrathlon Nationen aus England, Tschechien und Deutschland vor Ort waren und somit ein Kongress ohne größere Probleme hätte stattfinden können.

Am Ende passt dieses Verhalten des Weltverbandes in das Bild, dass sich in letzter Zeit die deutschen Vertreter von der WQF machen konnten. Gerade im Hinblick auf Satzung und Finanzen der WQF blieben etliche Anfragen des deutschen Verbandes unbeantwortet oder wurden falsch verstanden. Ziel des deutschen Verbandes war es etwas Licht in das Dunkel des Weltverbandes zu bekommen, wie ist die Satzung auf gebaut, nach welchen Regeln wird gewählt, wer entscheidet was? Auch ein Finanzbericht hätte sicher für mehr Transparenz sorgen können. Denn Keiner weis was mit dem Geld geschieht, was zum Beispiel auch deutsche Veranstalter von internationalen Wettkämpfen an die WQF zahlen müssen.

Die Frage nach der Legitimation einer solchen WQF, darf an dieser Stelle sicherlich gestellt werden, gibt es denn überhaupt eine richtige WQF auf dem Papier? Der Quadrathlon Sport ist wie eine kleine Pflanze, die gehegt und gepflegt werden muss, damit sie sich weiterentwickeln und schon gar nicht absterben kann. Diese Gefahr besteht aber sehr wohl, wenn der Gärtner, also die WQF, seine Arbeit nicht macht. Zumindest ist ein Mindestmass an Transparenz erforderlich, um die Zukunft und Glaubwürdigkeit des Quadrathlons sicherzustellen. 

Sicherlich läuft auch im deutschen Verband noch nicht alles so wie laufen soll, jedoch besteht dieser noch nicht mal seit einem Jahr und zeichnet sich aber schon jetzt durch mehr Transparenz aus.


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