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2. Rang für Thoralf Berg bei der Quadrathlon-WM
16.08.06

Einmal mehr konnte Berg bei einem Quadrathlon-Wettkampf gegen seinen Konkurrenten Miroslav Podborski nichts ausrichten. Trotzdem kehrt der dreimalige Quadrathlonweltmeister mit einem zufrieden stellenden zweiten Rang aus dem tschechischen Sedlecany zurück. Dort fanden am vergangenen Samstag die Weltmeisterschaften über die Kurzstrecke im Quadrathlon statt. Die Sportler hatten 1,5 km Schwimmen, 7 km Paddeln, 40 km Radfahren und abschließend 10 km Laufen zu bewältigen. 

Neben den zwei großen Quadrathlon Nationen Deutschland und Tschechei konnten auch die Engländer, vor allem im Damenrennen überraschen. Aber auch Teilnehmer aus der Slovakei, Spanien, Südafrika, Neuseland und Polen waren am Start.

Beim Wettkampf in Sedlecany ist im Gegensatz zu einigen Quadrathlonwettkämpfen in Deutschland die Reihenfolge der Einzeldisziplinen etwas verändert. Hier wird vor dem Radfahren gepaddelt. Thoralf dagegen zieht es vor, wie zum Beispiel beim Lausitzer-Ausdauer-Extra, nach dem Schwimmen Rad zu fahren um erst als dritte Disziplin das Paddeln anzugehen. Die Radstrecke wurde in diesem Jahr von 50km auf 40km verkürzt. Schwierig zu bewältigen ist sie noch immer: „Der Rundkurs ist wellig und enthält viele zwar kurze, doch knackige Anstiege“, so Berg.

Insgesamt sicher ein Umstand, der dem alten und neuen Weltmeister auch in diesem Jahr wieder Zugute kam. Allein auf der Radstrecke machte Podborsky gegen Berg mehr als vier Minuten gut. Allerdings war der Abstand im Ziel zwischen beiden Rivalen deutlich geringer, als bei der Weltmeisterschaft 2005. Damals betrug er zehn Minuten. In diesem Jahr erreichte der Tscheche nach 2:32:23 das Ziel. Knapp sechs Minuten später lief Berg nach 2:38:06 ein. Dritter und Vierter wurden Lukas Matys (2:39:34) und Andrew Byatt (2:42:22).

Obwohl die Reihenfolge der drei Erstplazierten identisch zu der bei der diesjährigen Europameisterschaft ist, hatte das Rennen wieder Einiges an Spannung zu bieten. Überraschenderweise kam der Engländer Byatt als Erster aus dem Wasser, dicht gefolgt von   Podborsky und dessen Landsmann Matys. Die beiden Tschechen bewältigten auch gemeinsam die Paddelstrecke. Beim „Welle fahren“, was dem Windschattenfahren auf dem Rad gleich kommt, aber offiziell noch nicht verboten ist, konnten sich so beide unterstützen und weiter von Berg distanzieren.

Berg selbst ist mit seiner bei den beiden ersten Disziplinen erreichten Leistung sehr zufrieden. Doch das Radfahren, eher seine Paradedisziplin, lief diesmal sehr schlecht. „Die Anstiege waren eine Qual. Ich war ohne Kraft, selbst Matys fuhr eineinhalb Minuten schneller, als ich.“ Die letzte Wechselzone vom Rad zum Lauf erreichte Berg gemeinsam mit einem Slowaken und einem weiteren Engländer auf den Rängen 4, 5 und 6. Podborsky, Matys und Byatt waren noch immer vor Berg. Mit der schnellsten Laufzeit gelang es ihm, den Engländer, und bei Kilometer vier auch Matys zu überholen.

Im Damenrennen gab es einen Positionswechsel im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings kam die deutsche Weltmeisterin Antje Fiebig aus dem Jahr 2005 nur als Dritte mit einer Zeit von 3:02.40 ins Ziel. Trotz starker Laufleistung konnte sie zu der Tschechin Pulikova nicht mehr vollständig aufschließen. Karla Pulikova erkämpfte sich wiederholt den Vizeweltmeistertitel. (3:02.34) Die Engländerin Helen Parkinson ist letztendlich die Frau, mit der niemand gerechnet hatte. Ihre Zeit im Ziel betrug 3:00:52. Sprint-Europameisterin Katrin Burow musste sich an diesem Tag mit Platz Fünf zufrieden geben.

In den Alterklassen konnte sich, neben Toralf Berg (Hauptklasse), vor allem Horst Krüger (TSV 1880 Gera Zwötzen) über den Gewinn des Weltmeistertitels in der AK 50 freuen. Den Vizetitel konnten sich Antje Fiebig (Hauptklasse) und Monika Rosenmeier (AK 40) sichern. Einen dritten Platz erkämpften sich Miguel Hadlich (AK 45).

In der Nationenwertung (Die ersten Drei eines Landes) konnten sich die deutschen Frauen (Fiebig, Burow, Harenberg) den Sieg sichern. Die deutschen Herren (Berg, Hadlich, Krüger) konnten sich allerdings noch über den Zweiten Rang freuen.

Neben der Kurzdistanz Weltmeisterschaft wurde auch noch eine Sprintdistanz WM für Junioren ausgetragen. Hier konnten sich Martin Hubaeek (SVK) und Martina Vichova  (CZE) durchsetzen.

Im Weltcup konnte dank seines Sieges nun Miroslav Podborsky die Führung von Lukas Matys, mit 5 Punkten Vorsprung übernehmen. Bei den Damen führt weiterhin Silke Harenberg, jetzt allerdings vor Antje Fiebig und Katrin Burow.

Der Wettkampf in Sedlcany war auch gleichzeitig, die dritte und letzte Station des Czech Cups, diesen gewann Miroslav Podborsky mit drei Einzelsiegen in Týn nad Vltavou, Karlštejn und Sedlcany klar vor Lukas Matys.

Ergebnisse Kurzdistanz WM:

Männer

1.

Miroslav Podborsky (CZE)

2:32:23

2.

Thoralf Berg (TSV Cottbus)

2:38:06

3.

Lukas Matys (CZE)

2:39:34

4.

Andrew Byatt (GBR)

2:42:22

5.

Leos Rousavy (CZE)

2:42:35

Frauen

1.

Helen Parkinson (GBR)

3:00:52

2.

Karla Polivkova (CZE)

3:02:34

3.

Antje Fiebig (OSC Potsdam Zeppelin Team)

3:02:40

4.

Alena Dufkova (CZE)

3:08:26

5.

Katrin Burow (TuS Neukölln Berlin)

3:09:55

Ergebnisse Sprint WM für Junioren:

Männer

1.

Martin Hubaeek (SVK)

1:31:01

2.

Miroslav Skorka (SVK)

1:38:43

3.

Martin Richter (CZE)

1:38:55

4.

Petr Susa (CZE)

1:42:26

5.

Vaclav Duriak (CZE)

1:43:22

Frauen

1.

Martina Vichova  (CZE)

1:41:52

2.

Barbora Moraveikova (SVK)

1:47:01

3.

Karolina Kumzakova  (CZE)

1:48:30

4.

Marie Zoekova  (CZE)

1:53:06

5.

Andrea Cesarova (SVK)

1:53:20

Die komplette Ergebnisliste 

Veranstalterwebseite:  www.volny.cz/sherpa.v.m

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